Fördergemeinschaft für Kinder in Indien e.V. 28203 Bremen Fesenfeld 57
Bericht über die Impfaktionen in Indien (Bild ist unten !)
im Januar, Februar und März 2006
von unserem Vereinsmitglied Dr. Hans Hütte, Bremen.
In der Zeit vom 10.1. bis 20.3.2006 führte ich für die Fördergemeinschaft zahlreiche Impfaktionen in Slumgebieten in Indien durch. Der Schwerpunkt galt einem Impfprogramm gegen Hepatitis B, bei dem 3 Impfungen in bestimmten Abständen erforderlich sind. 41.118 Impfungen wurden gegeben.
Goa: Bei den von unserer Fördergemeinschaft in Goa betreuten Slums in den Städten Margao, Baina, Vasco da Gama und Mangor Hill ist dieses (das 3-fach-Hepatitis-Programm) nunmehr abgeschlossen. Insgesamt 2.333 Kinder in 9 Camps erhielten in Goa eine Injektion. Ein großer Teil der Kinder brachte die Impfkarten von den vorigen Impfungen mit, sodass ich mit Freude feststellen konnte, dass sie einen umfassenden Impfschutz erhalten hatten.
Bombay / Mumbai: Ebenso erfolgreich verlief die dritte Impfung des Hepatitis – B – Programms in Bombay (Mumbai ) und in Thane, einer Millionenstadt, die sich nahtlos nördlich an Bombay anschließt. Bei insgesamt 30 Impfcamps wurden 38.785 Kinder in Bombay und Thane geimpft. Da sich das Wirken unseres Vereins herumgesprochen hatte sprachen mich Ärzte und Sozialarbeiter aus weiteren Slumgebieten an, wo ich dank äußerst sparsamer Verwendung der Spendengelder auch helfen konnte.
Art der gegebenen Impfungen: Außer bzw. anstelle gegen Hepatitis B wurde in einigen Slums gegen Tetanus, Typhus und MMR (Dreifachimpfung gegen Mumps, Masern und Röteln) geimpft. Hier besteht weiterhin ein großer Bedarf.
Anzahl Impfungen: Die Gesamtzahl der im Frühjahr 2006 gegebenen Impfungen in den insgesamt 39 Impfcamps beträgt 41.118. Damit hat die Fördergemeinschaft seit ihrer Gründung insgesamt über 200.000 (zweihundert tausend) Impfungen durchgeführt.
Spenden / Erbschaft: Dafür danke ich unseren Spendern ganz herzlich. Die umfangreiche Hepatititis B – Aktion war insbesondere möglich geworden durch ein Vermächtnis einer alten Dame, die unseren Verein in ihrem Testament bedacht hatte.
Kosten pro Impfung: Mit deutlich unter einem Euro konnte ich eine Impfung finanzieren. Darin sind alle Kosten enthalten: Impfstoff, Spritzen, Druckkosten für Impfkarten und -Listen, Fahrten mit dem Auto zu den Camps, jeweils eine kleine Packung Kekse oder ein Schokoladenriegel als „Trostpflaster“ für die Kinder nach der Impfung, Entschädigungen für Ärzte und Assistenten, ebenso die Verwaltungskosten unseres Vereins, die dank der Ehrenamtlichkeit aller Mitglieder nahe null sind.
Wie es weiter geht: Die abschließende dritte (Hepatitis-) Impfung ist für den Herbst dieses Jahres unter der Leitung unseres Vereinsmitgliedes Hans-Joachim Regge vorgesehen, wie auch weitere Impfungen.
Details: Wie kann man eine Impfung, die hier in Deutschland ein Vielfaches kosten würde, so günstig finanzieren ? (eine Hepatitis B – Impfung kosten hier in Deutschland z.B. rund 60.- Euro, drei sind erforderlich...) - Die Spendengelder nehme ich in Form von Reiseschecks mit nach Indien. Bereits beim Einlösen der Reiseschecks bei Banken oder Wechselbüros beginnt das Verhandeln, bis ich einen besonders günstigen Wechselkurs erhalte. Die Medizin beziehe ich unmittelbar vom Serum Institut of India mit dem Sitz in Pune und einer Generalvertretung in Bombay. Bei einer der deutschen Qualität entsprechenden Ware liegt der Preis in Indien erheblich niedriger als hier. Durch die Abnahme sehr großer Mengen, zähes Verhandeln und dem Hinweis „Good Work for Indian Children“ reduziere ich den Preis weiter. Gleiches gilt bei den Druckkosten für Impfkarten usw. Die indischen Ärzte und Assistenten erhalten nur ein geringes Entgelt oder arbeiten ehrenamtlich. Die Verwendung des Geldes steht ganz unter meiner Kontrolle, ebenso die Verwendung der Medizin. Damit ist gesichert, dass nirgendwo ein Schwund eintreten kann oder Geld irgendwo versickert.
Die Hilfe unserer Fördergemeinschaft kommt den Ärmsten der Armen, nämlich den Kindern in Indiens Slumgebieten, zugute. Unsere Hilfe ist gezielte Vorsorge. Wir sprechen jeweils mit ortsansässigen Ärzten und Sozialarbeitern ab, welche Impfungen erforderlich sind.
Unsere Hilfe wird mit Dankbarkeit aufgenommen. Durch wiederholte Besuche der Slums habe ich das wachsende Verantwortungsgefühl bei den Eltern und Angehörigen für die Gesundheit der Kinder festgestellt. Ich habe stets freundliche und hilfsbereite Menschen gefunden, die mich bei der Durchführung der Impfcamps unterstützten. Für ein großes Impf-Camp mit etwa 2000 Kindern am Tage werden etwa 7 bis 10 Personen, d.h. Ärzte und Assistenten, benötigt.
Unsere Hilfe ist nur möglich durch Ihre Spende. Bitte helfen Sie uns, sodass wir auch weiterhin helfen können. Jeder Euro kann ein Kind vor einer schlimmen Krankheit schützen.
Bremen, im Mai 2006,
gez.: Dr. Hans Hütte
Adresse/ Spendenkonto:
Foerdergemeinschaft für Kinder in Indien e.V. (gemeinnuetziger Verein)
Fesenfeld 57 28203 BREMEN GERMANY
Tel. (+49) 0- 421 – 71111 Fax: (+49) 0- 421 - 71111
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